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Pressemitteilung vom 1.8.2022

Landarztprojekt LOCALHERO – erste Studierende aus Witten im Praxiseinsatz

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Studierende der Uni Witten/Herdecke und beteiligte Kreise sind voller Vorfreude auf das Allgemeinmedizin-Praktikum, das die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum stärken soll 

Am kommenden Montag ist es endlich soweit – der erste Einsatz in einer Landarztpraxis! 25 Studierende der Universität Witten/Herdecke beginnen ihr einwöchiges Praktikum in ebenso vielen allgemeinmedizinischen Praxen im Rahmen des Projektes LOCALHERO.  Auch an anderen NRW-Standorten treten Studierende ihr Praktikum in Landarztpraxen an. Anders als bei anderen „Landarzt“-Projekten hat sich LOCALHERO zum Ziel gesetzt, angehende Mediziner:innen bereits im Studium für das Thema zu interessieren und Faktoren zu identifizieren, die den ärztlichen Nachwuchs langfristig in der Region halten. Es wird vom Bundesministerium für Gesundheit mit 1,7 Millionen Euro gefördert und als Verbundprojekt mit den Unis Duisburg-Essen, Bochum, Düsseldorf und Witten/Herdecke durchgeführt. 

Die Begeisterung für ein Leben und Arbeiten auf dem Land soll dem Mangel an Ärztinnen und Ärzten in denen am Projekt teilnehmenden Regionen entgegenwirken. Denn auch wenn wir heute so viele Ärztinnen und Ärzte haben wir noch nie, geht die Versorgungsdichte in vielen ländlichen Landesteilen zurück. So wurde mit LOCALHERO ein innovatives Lehrkonzept für den theoretischen Teil des Studiums entwickelt, das mit vielen unterschiedlichen praktischen Erfahrungen sowie einem Begleitprogramm ergänzt wird, das die  jeweiligen Kreise durchführen und so den Studierenden einen umfassender Einblick in die Tätigkeit als Landärztin oder Landarzt gewährleisten. 

Dass sich insbesondere die Kreise sehr über die neue Generation von Ärztinnen und Ärzten freuen, berichtet Dr. med. Lucas Bisplinghoff. Der Allgemeinmediziner ist selbst niedergelassener Hausarzt und betreut das Projekt seitens des Instituts für Allgemeinmedizin an der Universität Witten/Herdecke (UW/H). „In vielen Gesprächen mit den Kreisen habe ich eine ungemeine Lust und Bereitschaft erlebt, den jungen Mediziner:innen das Landleben so schmackhaft wie möglich zu machen. Von gesicherter Mobilität vor Ort mit E-Bikes über Besuche bekannter Sehenswürdigkeiten oder geplanter Veranstaltungen in den Gemeinden ist alles dabei“, so Bisplinghoff. Zu den teilnehmenden Kreisen, in denen nun die Wittener Studierenden Praxiserfahrungen sammeln, zählen Soest, Olpe sowie der Märkischer Kreis und der Hochsauerlandkreis.  

Studierende, Patient:innen und Praxen im ländlichen Raum profitieren gleichermaßen

Auch die Studierenden sind voller Vorfreude auf die Erfahrungen auf dem Land und dürfen zugleich innerhalb des Projektes viele eigene Vorschläge unterbreiten, die das Studium, welches an der UW/H bereits sehr praxisorientiert ist, noch attraktiver machen sollen. Durch das Projekt konnten darüber hinaus viele neue Lehrpraxen in Gebieten rekrutiert werden, die sonst eher keine Anbindung an eine universitäre Ausbildung genießen. Die Lehrärztinnen und Ärzte profitieren somit ebenso von der Hinwendung zum ländlichen Raum und können vielfältige kostenfreie Fortbildungen an der UW/H nutzen und sich selbst mehr in die universitäre Lehre einbinden. Zu guter Letzt sollen am Ende durch die Verstärkung junger Ärzt:innen die Patient:innen vor Ort profitieren, denn für sie soll durch das Projekt in der Zukunft eine funktionierende hausärztliche Versorgung sichergestellt werden. 

Das Projekt LOCALHERO (LOngitudinales Curriculum ALlgemeinmedizin zur Stärkung der Hausärztlichen VErsorgung in ländlichen RegiOnen) startete im Januar 2022 und läuft bis Ende 2024. In den kommenden zwei Jahren folgen jeweils weitere Gruppen mit geplanten Größen von 50 bis75 Studierenden pro Jahr.

Herr Bisplinghoff

Weitere Informationen bei Dr. med. Lucas Bisplinghoff. Die Kontaktdaten erhalten Sie auf Anfrage.

Ansprechpartner Presseteam: Katrin Schubert unter +49 (0)2302 / 926-858 oder Katrin.Schubert@uni-wh.de 

Über uns:

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 3.000 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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